Webportal der Selbsthilfegruppen Schnarchen-Schlafapnoe in Baden-Württemberg

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    ►Patientenzeitschrift "das Schlafmagazin"

     

    Das Schlafmagazin ist die erste unabhängige Patientenzeitschrift, die über Schlaf und Schlafstörungen informiert, insbesondere über Schnarchen, Schlafapnoe, RLS, Narkolepsie, Fatique, Sekundenschlaf und Schlaflosigkeit.

    Neben Informationen über neue Diagnose- und Therapieverfahren vermittelt sie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über das Thema Schlaf und Schlafstörungen jeglicher Art. Vor allem aber will sie den Patienten ein Forum zur Darstellung und Diskussion ihrer Fragen und Probleme sein.

    Das Schlafmagazin arbeitet eng mit Experten auf dem Gebiet der Schlafmedizin und mit den Selbsthilfegruppen zusammen.

    Unser Landesverband empfiehlt ein ►Abonnement des Schlafmagazins. Erscheinungsweise vierteljährlich.

    Als Mitglied einer unserer regionalen Selbsthilfegruppen erhalten Sie das Schlafmagazinabo kostenlos.

    ►Ausgewählte Artikel aus der aktuellen Ausgabe und aus früheren Ausgaben stehen auf der ►Internetseite des Schlafmagazins zum Nachlesen bereit.

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    ►Patientenratgeber: "Schlafapnoe-Sprechstunde"


     

    In der Patientenzeitschrift „Das Schlafmagazin“, gibt es eine Rubrik „Schlafapnoe-Sprechstunde“. Hier werden Fragen von Schlafapnoe-Betroffenen zu allen Themen der Therapieanwendung beantwortet.

     

    Es gibt inzwischen zahlreiche Artikel aus dieser Rubrik, die zusammengefasst in Buchform veröffentlicht sind. Das Ratgeberbuch heißt "Die Maske". Es ist über die regionalen Selbsthilfegruppen oder in der Geschäftsstelle des Landesverbandes erhältlich.

     

    Themenbeispiele der "Schlafapnoe-Sprechstunde" sind: Maskendruckstellen, Geräte- und Maskengeräusche vermeiden, CPAP-Therapie im Urlaub, Maskenreinigung, Maskendesinfektion, Atemluftbefeuchter, Schleimhautreizungen bei CPAP-Therapie, Therapiemotivation, Schnupfen bei CPAP-Therapie, CPAP-Therapie bei Krankenhausaufenthalt, Angst vor der Maske, Checkliste für Therapieanfänger, usw.

     

    Diese Artikel sollen für Schlafapnoe-Patienten eine Hilfe sein, sich mit allen relevanten Themen der Therapieanwendung in Ruhe auseinandersetzen zu können. Das Ziel ist, anhand qualifizierter Ratschläge und praxisnaher Lösungen, mögliche Anwendungsprobleme zu vermeiden oder richtig zu bewältigen.

     

    Der aktuelle Artikel aus der "Schlafapnoe-Sprechstunde" des Schlafmagazins ist nachfolgend veröffentlicht. Außerdem steht der Artikel hier zum PDF-Download bereit:

     

    Thema: ►Wo und wann gibt es eine neue Maske?

     

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    ►Aktueller Artikel der "Schlafapnoe-Sprechstunde"

     

    Wo und wann gibt es eine neue Maske?

     

    Frage: Ich habe ein CPAP-Gerät mit einer Maske. Das Kopfband der Maske ist inzwischen so ausgeleiert, dass ich damit die Maske nicht mehr richtig befestigen kann und nicht mehr gut dicht bekomme. Außerdem ist die Maske ziemlich unansehnlich geworden und wird beim Reinigen nicht mehr ganz sauber. Aber wo kriege ich solche Teile her? In einem Kaufhaus habe ich das noch nie gesehen.

     

    Antwort: Zunächst einmal finde ich es prima, dass Sie Ihr CPAP-Gerät und Ihr Maskensystem offenbar wirklich nutzen. Das Maskensystem, bestehend aus Maske einschließlich Kopfband, wird nachfolgend nur als Maske bezeichnet. Die Nutzung wird durch die Abnutzungserscheinungen, die Sie beschreiben deutlich. Es ist zu vermuten, dass Sie auch von der Therapie überzeugt sind, sonst hätten Sie wohl die Maske ungenutzt liegen lassen, nachdem der spürbare Verschleiß die Anwendung etwas beschwerlicher gemacht hat. Das alles ist sehr positiv und lobend zu erwähnen.

     

    Andererseits bin ich traurig, dass Sie offensichtlich bislang zu wenig Informationen über die Therapienutzung und den üblichen Verschleißteilwechsel erhalten haben.

     

    An Ihrem Beispiel wird deutlich, dass die Therapieversorgungsqualität und die Therapiebetreuung teilweise sehr zu wünschen übriglassen. Idealerweise werden Sie nämlich zu Therapiebeginn mit allen notwendigen Informationen für eine gelingende Maskentherapie versorgt. Dazu gehört auch die Information über Masken- Geräte- und Therapiekontrollen, mitsamt dem anfallenden Verschleißteilwechsel und den entsprechenden Kontaktadressen.

     

    Eine Maske und anderes Therapiezubehör können Sie tatsächlich in keinem Gemischtwarenhandel nebenan erhalten, sondern nur im dafür zugelassenen und spezialisierten Fachhandel. In Internetshops kann man zwar auch Therapiegeräte und Therapiezubehör kaufen, jedoch nur zum privaten Erwerb, d.h. ohne Kostenerstattung der Krankenkassen.

     

    Wenn Ihre Krankenversicherung die Kosten für das Gerätesystem zu Beginn der Therapie übernommen hat, dann werden üblicherweise auch alle Folgekosten der Therapieversorgung von der Versicherung getragen. Dazu zählt sowohl der Austausch von Verschleißartikeln wie Masken, Schlauchsysteme und Gerätefilter, als auch Gerätewartungen und -reparaturen und die Kosten der Beratung und Therapiebetreuung durch den Fachhandel.

     

    Ihr richtiger Ansprechpartner, bei dem Sie eine neue Maske erhalten, die von Ihrer Krankenkasse bezahlt wird, ist daher der Fachhändler bzw. Serviceprovider, von dem Sie das Therapiegerät erhalten haben. Falls sie den Lieferschein oder die Gebrauchsanweisung von damals nicht mehr zur Hand haben, ist das nicht weiter schlimm. Denn normalerweise finden Sie auf Ihrem Therapiegerät einen Aufkleber mit dem Namen des Fachhändlers und mindestens eine Telefonnummer dieser Firma als Servicehotline. Falls das nicht der Fall sein sollte, können Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, die das Therapiesystem bezahlt hat, nach den Kontaktdaten der Firma erkundigen. Denn dort sind die Daten des Lieferanten gespeichert.

     

    Ihrer Beschreibung entnehme ich, dass Sie Ihre Maske schon eine sehr lange Zeit tragen und wahrscheinlich noch nie gewechselt haben. In der Regel geht man bei einer Maske von einer Gebrauchsdauer von zirka einem Jahr aus. In vielen Gebrauchsanweisungen der verschiedenen Maskenhersteller ist das auch so angegeben. Das heißt nicht, dass die Maske nach einem Jahr automatisch kaputtgeht, aber eine Maske ist ein Verschleißartikel, der sich bei Gebrauch ganz natürlich abnutzt. Die Abnutzungserscheinungen machen sich normalerweise durch nachlassenden Tragekomfort und Undichtigkeit bemerkbar – so wie Sie es auch beschreiben. Mit Undichtigkeit ist nicht das Maskenmaterial gemeint, sondern ein undichter Abschluss in dem Bereich, in dem die Maske auf dem Gesicht aufliegt. Und dass eine Maske, die nicht richtig abdichtet, sehr unangenehm sein kann, das haben Sie ja schon selber festgestellt. Diese Undichtigkeit führt oft dazu, dass zum Ausgleich die Kopfbefestigung strammer angezogen und dadurch der Auflagedruck der Maske erhöht wird. Je höher aber der Auflagedruck der Maske auf dem Gesicht ist, umso schlechter ist der Tragekomfort. Denn der höhere Auflagedruck führt zu vermehrten Druckschmerzen, Hautrötungen und möglicherweise sogar zu Druckgeschwüren. Die Verschlechterung im Tragekomfort ist für den Maskenträger allerdings nicht immer so deutlich wahrzunehmen, weil es sich um langsame und kontinuierliche Abnutzungserscheinungen der Maske handelt. Wenn Sie aber eine alte Maske und eine neue Maske im Vergleich aufsetzen, dann wird der Unterschied im Tragekomfort klar erkennbar. Jedenfalls dann, wenn Sie die für Sie passende Maske verwenden. Denn der Tragekomfort hängt nicht nur vom Alter der Maske ab, sondern im Wesentlichen von der richtigen Passform.

     

    Die tatsächliche Lebensdauer einer Maske hängt von mehreren Faktoren ab. Letztendlich ist die Maske aber ein Verschleißartikel, der auch aus hygienischen Gründen regelmäßig ausgetauscht werden sollte. Für einen Austausch der Maske gilt die Regel, dass Sie jedes Jahr Anspruch auf eine neue Maske haben. Die Maske erhalten Sie aber nicht automatisch zugesandt, sondern sie muss beim zuständigen Fachhändler angefordert werden.

     

    Fragen, Anregungen, Erfahrungsberichte und Kritik zur Rubrik „Schlafapnoe-Sprechstunde“ nehme ich gerne entgegen, z.B. per E-Mail unter obergfell(ät)lvbwss.de.

     

    Ulrich Obergfell

     

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